1977 wurde eine neue Abteilung in Gestalt von Delta Technical Services in Birmingham gegründet, welche die Forschungsarbeiten fortsetzen sollte. Aber es war schwer, gute Argumente für diese Technologie zu finden, da die Computer immer noch langsam und teuer waren und die Software nur wenige automatische Funktionen aufwies.
1982 kamen die ersten Minicomputer mit mehr Rechenleistung und zu günstigeren Preisen auf den Markt. Dies bedeutete einen großen Schritt nach vorn, und 1984 war die Technologie im Vergleich zu den traditionellen Verfahren endlich wettbewerbsfähig. Natürlich wurden Flugzeugteile schon seit vielen Jahren am Computer konstruiert, aber nun ließen sich auch Kochtöpfe und andere Haushaltsgeräte mit komplexen 3D-Formen rechnergestützt konstruieren.
Als sich Donald Welbourn 1983 in Ruhestand ging, setzte DUCT sowohl in Cambridge als auch mit einem kleinen, bei Delta in Birmingham gegründetem, Team die Entwicklung fort.
1984 zählte das Team in Birmingham mehr Mitarbeiter als das in Cambridge und die einzigartigen Funktionen von DUCT fanden almählich Anerkennung. Es war eines der wenigen Systeme, die von Beginn an strikt zur Konstruktion und Bearbeitung von Produkten entwickelt wurde. Tatsächlich war es Donald Welbourn, der die erste öffentliche Vorstellung der kombinierten CAD/CAM-Technologie auf der 'Machine Tool Exhibition' auf dem Messegelände Olympia, London im Jahre 1972 in die Wege geleitet hat. Dass Konstruktion und Bearbeitung gleichberechtigt im Fokus standen, unterschied DUCT von den Konkurrenz-Systemen und machte es für die Anwender besonders attraktiv. Die meisten anderen Systeme konzentrierten sich zunächst auf das 2D-Zeichnen und ergänzten die 3D-Modellierungs- und Bearbeitungsfunktionen erst später.
Seit 1977 wurden in Birmingham die Darstellungsabläufe Schritt für Schritt entwickelt, zusätzliche Bearbeitungswerkzeuge integriert und durch Programmierungs-Service für Zuliefer-Unternehmen ergänzt. Dies war nun ein kommerzielles Unternehmen mit dem Namen Deltacam Systems Ltd., und beschäftigte 1985 fünfzehn Mitarbeiter. Der direkte Bezug zur industriellen Praxis war sehr hilfreich bei der Bestimmung der Kundenanforderungen und der Entwicklung entsprechender Lösungen.
1989 löste sich das Unternehmen im Rahmen einer Management- und Mitarbeiterübernahme unter der Leitung vom Geschäftsführer Hugh Humphreys und dem technischen Leiter Ed Lambourne von der Delta Group. Das Unternehmen wurde 1991 in Delcam International umbenannt und erhielt den Status einer Aktiengesellschaft. Im Oktober des selben Jahres bezog Delcam das für ihre Zwecke maßgeschneiderte Firmengebäude in Small Heath Birmingham.