Über Delcam

Delcam History


Erste Forschungen an der Cambridge Universität

Im Jahre 1965 hatte Donald Welbourn, Direktor für Industrielle Kooperation an der Universität Camebridge, eine Vision: den Einsatz von Computern zur Unterstützung der Hersteller von Bauteilmustern bei der problematischen Modellierung komplizierter 3D-Formen.

Heute ist für uns die 3D-Modellierung eine Selbstverständlichkeit, aber 1968 kamen nur rudimentäre 2D-Zeichnungssysteme an Bildschirmen zum Einsatz, die mit großen Leitrechnern verbunden waren.

Die ersten Schritte in Cambridge wurden vom Science Research Council gesponsert, dennoch war es ein ständiges Problem für Donald Welbourn, die notwendigen Entwicklungsgelder aufzutreiben. 1973 überzeugte Donald seinen Freund Lord Caldecote, Vorsitzender der Delta Metal Group und ehemaliger Camebridge-Absolvent, Deltas Diplomingenieur Ed Lambourne an die technische Abteilung der Universität Cambridge zu berufen, um dort an der Entwicklung einer Software zu arbeiten, die DUCT getauft wurde. Die Verbindung zwischen Cambridge und Delta Metals führte letztendlich zum Einsatz des Systems in der Industrie.1974 gewann Donald mit Control Data Europa einen weiteren Sponsor, der den Entwicklern Zugang zu seinen leistungsstarken EDV-Resourcen gewährte. Control Data bot DUCT insbesondere seinen zwei größten Kunden an - Volkswagen und Daimler Benz.

Delta Technical Services formt sich

1977 wurde eine neue Abteilung in Gestalt von Delta Technical Services in Birmingham gegründet, welche die Forschungsarbeiten fortsetzen sollte. Aber es war schwer, gute Argumente für diese Technologie zu finden, da die Computer immer noch langsam und teuer waren und die Software nur wenige automatische Funktionen aufwies.

1982 kamen die ersten Minicomputer mit mehr Rechenleistung und zu günstigeren Preisen auf den Markt. Dies bedeutete einen großen Schritt nach vorn, und 1984 war die Technologie im Vergleich zu den traditionellen Verfahren endlich wettbewerbsfähig. Natürlich wurden Flugzeugteile schon seit vielen Jahren am Computer konstruiert, aber nun ließen sich auch Kochtöpfe und andere Haushaltsgeräte mit komplexen 3D-Formen rechnergestützt konstruieren.

Als sich Donald Welbourn 1983 in Ruhestand ging, setzte DUCT sowohl in Cambridge als auch mit einem kleinen, bei Delta in Birmingham gegründetem, Team die Entwicklung fort.

1984 zählte das Team in Birmingham mehr Mitarbeiter als das in Cambridge und die einzigartigen Funktionen von DUCT fanden almählich Anerkennung. Es war eines der wenigen Systeme, die von Beginn an strikt zur Konstruktion und Bearbeitung von Produkten entwickelt wurde. Tatsächlich war es Donald Welbourn, der die erste öffentliche Vorstellung der kombinierten CAD/CAM-Technologie auf der 'Machine Tool Exhibition' auf dem Messegelände Olympia, London im Jahre 1972 in die Wege geleitet hat. Dass Konstruktion und Bearbeitung gleichberechtigt im Fokus standen, unterschied DUCT von den Konkurrenz-Systemen und machte es für die Anwender besonders attraktiv. Die meisten anderen Systeme konzentrierten sich zunächst auf das 2D-Zeichnen und ergänzten die 3D-Modellierungs- und Bearbeitungsfunktionen erst später.

Seit 1977 wurden in Birmingham die Darstellungsabläufe Schritt für Schritt entwickelt, zusätzliche Bearbeitungswerkzeuge integriert und durch Programmierungs-Service für Zuliefer-Unternehmen ergänzt. Dies war nun ein kommerzielles Unternehmen mit dem Namen Deltacam Systems Ltd., und beschäftigte 1985 fünfzehn Mitarbeiter. Der direkte Bezug zur industriellen Praxis war sehr hilfreich bei der Bestimmung der Kundenanforderungen und der Entwicklung entsprechender Lösungen.

1989 löste sich das Unternehmen im Rahmen einer Management- und Mitarbeiterübernahme unter der Leitung vom Geschäftsführer Hugh Humphreys und dem technischen Leiter Ed Lambourne von der Delta Group. Das Unternehmen wurde 1991 in Delcam International umbenannt und erhielt den Status einer Aktiengesellschaft. Im Oktober des selben Jahres bezog Delcam das für ihre Zwecke maßgeschneiderte Firmengebäude in Small Heath Birmingham.

Aus Deltacam wird Delcam

Bis dahin war DUCT weiterhin das einzige Software-Programm des Unternehmens. Bis Delcam im Jahr 1993 die erste neue Software ArtCAM vorstellte. Diese Graviersoftware zielte auf andere Anwender als die Software für die Fertigungsindustrie. ArtCAM wurde später sehr erfolgreich in einer Vielzahl von Industriezweigen wie Schildermacher,  Holzbearbeiter, Graveuren und Schmuckhersteller.

Auslandsaktivitäten innerhalb der Delta-Gruppe haben sich in den späteren Jahren entwickelt aber sie wurden maßgeblich ausgeweitet, nachdem die Firma unabhängig wurde. Es gab einen Hauptaugenmerk auf die Bildung von Niederlassungen und Joint Ventures in den wichtigstens Ländern wie z.B. eine 100%ige Tochtergesellschaft in Nordamerika mit dem Ziel, auf dem enormen Marktsegment dieser Region zu verkaufen. Der Erfolg des internationalem Geschäfts spiegelte sich wider, als Delcam 1991 den ersten seiner sechs Queen's Awards für den internationalen Handel gewann. Seitdem hat Delcam fünf weitere Queen’s Awards gewonnen, für  den internationalen Handel in 2005 und 2010 sowie für Entwicklung in den Jahren 2003, 2004 und 2011.

Delcam geht an die Börse

Im Juli 1997 notierte Delcam plc auf dem Alternativen Investment Markt (AIM). In Vorbereitung dessen wurde Delcam UK ins Leben gerufen, mit Schwerpunkt auf den Verkäufen und den Kundensupport in Großbritannien.

Die Geldmittel aus dem Börsengang wurden genutzt, um die Delcam Zentrale in Birmingham zu erweitern, mehr Personal in der Entwicklung einzustellen und das Sales- und Marketingteam zu vergrößern. Mit der Erweiterung des Entwicklungsteam konnte Delcam eine Reihe neuer Softwareprodukte entwickeln, die DUCT ersetzten. Die erste dieser neuen Produktgenerationen war PowerMILL, welches sich schnell zur weltweit führenden Frässoftware entwickelte. Kurz darauf folgten das CAD Programm PowerSHAPE und die Prüfsoftware PowerINSPECT.

Obwohl auch Delcam von der Wirtschaftskrise in Asien in den späten 90ern  beeinträchtigt war, gelang es den Marktanteil zu vergrößern. Im Jahr  2000 war der Firmenumsatz so angewachsen, dass Delcam vom US-Analysten CIMdata als der weltweit führende Anbieter von NC-Sofware eingestuft wurde. Delcam hält diese Führungsposition während der 30 Jahre als unabhängiges Unternehmen.

Expansion und Akquisition

2005 festigte Delcam die Marktpostion durch den Kauf  des in Amerika ansässigen CAM-Sofware-Spezialisten Engineering Geometry Systems, dem Entwickler von FeatureCAM. Bei der Markteinführung in 1995 war FeatureCAM das weltweit erste featurebasierte Programmiersystem.

Im Jahr darauf weitete Delcam mit dem Kauf einer weiteren US-Firma , der International Manufacturing Computer Services Inc., die Produktpalette aus.  Die International Manufacturing Computer Services Inc. ist der Enwickler der PartMaker Suite. Partmaker bietet einen patentierten visuellen Programmierungsansatz für die Programmierung von Langdreh-Automaten inkl. PartMaker SwissCAM und PartMaker Turn-Mill.

Eine dritte sehr wichtige Erweiterung folgte durch den Zukauf von Crispin Systems Ltd. - einem der weltweit führenden Softwarespezialisten im Bereich der  Schuhindustrie. Damit festigte Delcam seine Postiion als weltweit führender Anbieter von CAD/CM-Systemen in der Industrie.

Das so gewachsene Unternehmen wuchs sehr schnell weiter. Mt 10.000 Kunden im Jahr 2004 gab Delcam bereits im Jahr 2007 seinen 20.000sten  Kunden und im Jahr 2012 seinen 40.000sten Kunden bekannt.

Delcam wird Teil der Autodesk Gruppe

Delcam wurde am 6. Februar 2014 Teil der Autodesk-Gruppe und agiert seitdem als eine hundertprozentige, unabhängige Tochtergesellschaft von Autodesk.

Die Autodesk Inc. ist Weltmarktführer bei 3D-Software für Konstruktion, Planung, Design und digitale Medien. Die letzten 18 Oscar-Preisträger für die besten visuellen Effekte nutzten Autodesk-Software, um Ihre Ideen zu entwickeln, zu visualisieren und zu simulieren. Von Design-Profis, Ingenieuren und Architekten in den 100 weiltweit größten Unternehmen über digitale Künstler, Studenten bis hin zu Hobbyanwendern werden Autodesk-Lösungen eingesetzt, um der Kreativität freien Lauf zu lassen und wichtige Herausforderungen zu meistern.

Autodesk mit Hauptsitzt in San Rafael, Kalifornien hat mehr als  8.000 Mitarbeiter weltweit.

Erfahren Sie mehr über Delcams Awards, die finianziellen Kennziffern, Meilensteine u.v.m.

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